

Wenn irgendetwas nicht so läuft, wie Europas Mainstream sich das wünscht, dann haben immer Banken oder Spekulanten Schuld. So hätten diese auch Europas Währungskrise verursacht. Doch ist das glatte Wählertäuschung. Oder waren es die Spekulanten, die über 40 Jahre lang Jahr für Jahr Europas Monsterschulden aufgenommen haben, um sie als Wahlgeschenk an kleine Leute zu verteilen?
3% der österreichischen Schuldenlast sind auf die Bankenstützung zurückzuführen, im Gegensatz zu den anderen 97% werden sie schon bald getilgt sein. Bis dahin bereichert sich der Staat mit 100 Millionen jährlich an den Sündenböcken.
„Die Banken haben sich auf Kosten Griechenlands bereichert, indem sie die Zinsen für deren Schulden angehoben haben!“, rufen Globalisierungsängstiger nun wütend. Die Diskussion ist typisch europäisch: Statt mit Wirtschaftswissen erklärt man sich die Welt mit Hilfe von Verschwörungstheorien. Stellen Sie sich vor: Ein Trinker verursacht jährlich Unfälle und so steigen die Prämien seiner Haftpflicht-Versicherung nun an. Für den Trunkenbold ist daran nur die Verschwörung profitgieriger Versicherungs-Spekulanten schuld, und nicht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass er seinem Versicherer schon bald neue Kosten bringt.